Besser werden ist möglich! S-Bahn und Freistaat müssen jetzt handeln, Landkreise und Kommunen müssen Druck machen

Für die Fahrgäste der Münchner S-Bahn war auch 2025 ein Jahr mit vielen Ärgernissen – Baustellen, Verspätungen und schlechte Informationen sorgten für viel Verdruss.

Weder das neue Stellwerk am Ostbahnhof noch die Einführung der Linie S5 brachten die nötige Zuverlässigkeit. Bei Freistaat und Bahn scheint Ratlosigkeit zu herrschen – Verbesserungen sind nicht in Sicht. Und was macht die Kommunalpolitik?


Der VCD weiß, dass im großen Räderwerk der Eisenbahn vieles nicht von heute auf morgen geht. Aber wir sind überzeugt: Vier Verbesserungen sind möglich und nötig – Landkreise und Kommunen müssen Druck machen:


1. Der Kümmerer muss her – ein Reisendenmanager vor Ort

Die Infos an den Bahnhöfen sind v. a. im nahezu täglichen Störungsfall weder elektronisch noch durch zentrale Ansagen zutreffend und zuverlässig. Mit Personal und verantwortlichen Ansprechpartnern vor Ort muss die Reisendeninformation verlässlich werden. Kümmerer für einzelne Linienäste müssen geschaffen werden, um die Situation aus Sicht der Fahrgäste unmittelbar zu erkennen und zu verbessern.Zum Beispiel auch einen außerplanmäßigen Regionalzug-Halt in Starnberg, wenn die S6 mal wieder vorzeitig gewendet wird. In unseren Landkreisen sind vorzeitige S-Bahn-Wenden – auch bei der S4 und der S8 – viel zu häufig. Gerade, wer weite Wege hat, schaut dann in die Röhre.

2. Längere Züge – Schluss mit dem Sardinenbüchsen-Feeling

Für die Fahrgäste ist es nicht zumutbar auf die neuen S-Bahn-Züge bis Ende des Jahrzehnts zu warten. Jetzt müssen Bahn und Freistaat zusätzliche Züge nach München bringen – gerade auf Strecken ohne dichten Takt braucht es mehr Kapazität. Auch gebrauchte Züge lassen sich einsetzen bzw. für die Münchner Bedingungen nachrüsten.

3. Ein 10-Minuten-Takt nach Germering

Heute endet die Linie S5 meist in Pasing. Wenn sie bis Germering verlängert würde, entstünde zusammen mit der S8 ein 10 Minuten-Takt. Er ist wichtig für die Menschen in den neuen Siedlungen rund um Freiham. Die S5-Züge aus Pasing sollen die wenigen Stationen nach Germering durchfahren. Wir meinen, dies ist kurzfristig zu realisieren.

4. Keine Verzögerungen beim Gleis-Ausbau

Das Geld ist da. Die Beschleunigungsgesetze ebenfalls. Die Milliarden für mehr Kapazität auf der Schiene dürfen nicht nur in die Sanierung fließen. Bund und Freistaat müssen das Schwarze-Peter-Spiel beenden – wie seit vielen Jahren beim verschlafenen S4-Ausbau. Wir fordern die schnelle Beseitigung der Gleis-Engpässe bei S1, S2, S4 und die Nutzung des Nord- und Südrings. Neue Halte wie Poccistraße oder Kolumbusplatz schaffen dort günstige Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn und entlasten die anfällige Stammstrecke.

Mittelfristig benötigt die S-Bahn überall eigene Gleise. Auf der S1 nach Freising, der S2 bis Markt Schwaben, der S4 nach Geltendorf und der S6 nach Tutzing haben Regionalzüge und andere in der Regel Vorfahrt und die S-Bahn das Nachsehen. Andere Metropolen wie Berlin oder Hamburg lassen ihre S-Bahn auf eigenen Gleisen und damit ohne Beeinträchtigungen durch Regional-, Fernverkehrs, oder Güterzüge fahren. Für ein S-Bahn-System wie München mit bald einer Million Fahrgästen am Tag ist dies ebenfalls nötig.

Seit Jahren schiebt der Freistaat ein Ausbauprogramm in der Region vor sich her. In den 90er Jahren versprach beispielsweise der damalige Verkehrsminister Otto Wiesheu, dass in wenigen Jahren der viergleisige Ausbau der S 4 zwischen Pasing und Buchenau stattfinden solle. Danach aber ist rund drei Jahrzehnte nichts passiert außer einem Planungsauftrag für drei Gleise.

Das Ausbauprogramm kann sich sehen lassen, es beinhaltet rund 40 Maßnahmen vom Bau der Sendlinger Spange bis zur Verlängerung der S7 nach Geretsried. Immer wieder verzögern sich diese Projekte weil die Staatsregierung dafür kein Geld locker macht.

Am 10.2.2026 veröffentlichte der Kreisverband folgende Presseerklärung:

https://www.vcd-ffb-sta.de/wp-content/uploads/2026/02/VCD-PresseerklaerungSPNV_022026-2.pdf

Im Zeichen von Baustellen – der S-Bahn-Fahrplan 2026

Wie gewohnt gilt bei der Bahn ab dem 2. Sonntag im Dezember ein neuer Zugfahrplan und wie so häufig führt er zu keinen großen Neuerungen im 444 Kilometer langen Münchner S-Bahn-Netz. Allerdings erkennt man zwei Trends: Baustellen bringen einiges durcheinander und schwach nachgefragte Züge entfallen auf einigen Abschnitten – meist in den späten Abendstunden (u. a. mehrere Züge jeweils bei der S3 zwischen Maisach-Mammendorf, bei der S4 zwischen Grafrath-Geltendorf, bei der S6 zwischen Starnberg-Tutzing). Dafür werden an anderen Stellen im Netz einige Abschnitte öfter befahren.

Eine große Änderung für alle Fahrgäste aus dem München Westen und damit für die Linien S3, S4, S6 und S8 wird es ab Juni geben: der Halt in Laim stadteinwärts entfällt, weil der Bahnhof für die 2. Stammstrecke umgebaut wird (die DB will den Bahnhof bis 2028 viergleisig bauen, damit später das Umsteigen zwischen den beiden Stammstrecken und der Anschluss zur Straßenbahn möglich wird.) Nur die S5 kann noch stadteinwärts halten – wer also in Laim aus- oder umsteigen muss, muss zuvor in Pasing auf die S5 wechseln.

Größere Baustellen und Tempobeschränkungen auf der Allgäustrecke wirken sich ab Februar auf die S4 aus. Einmal pro Stunde wenden die Züge vorzeitig in Buchenau statt in Geltendorf, dafür fahren die bisher in Grafrath wendenden S-Bahnen weiter bis Geltendorf. Zur Hauptverkehrszeit müssen einige Züge zwischen Buchenau und Geltendorf entfallen. Die S20 pendelt in der Regel nicht mehr auf der S4-Strecke, sondern nur zwischen Höllriegelskreuth und München-Pasing – ausgenommen zwei Züge am Spätnachmittag bis Geltendorf.

Eine andere große Baustelle betrifft das Westkreuz. Die DB errichtet eine Brücke für die S-Bahn-Gleise („Überwerfungsbauwerk“) mit dem Ziel, die beiden Linien S6 und S8 kreuzungsfrei zu führen und damit Verspätungsursachen zu minimieren. Mehrwöchige Sperrungen mit Ersatzverkehr stehen im Juni, August und Oktober/November sowie zusätzlich an einigen Wochenenden an.

Einen Zuwachs verzeichnet unter dem Strich die S8. Um den Takt am Wochenende zu vereinheitlichen, fahren einige zusätzliche Züge bis Herrsching. Der 20-Minuten-Takt von und zum Ammersee startet damit sonntags bereits ab 8:00 Uhr.


Weitere Infos:

https://beg.bahnland-bayern.de/de/aufgaben/planen/fahrplan/fahrplanwechsel

https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/Fahrplanwechsel-Das-bringt-2026-fuer-Fahrgaeste-der-S-Bahn-Muenchen-13695536


VCD-Petition für den Erhalt der Familienreservierung

Mit dem am 15.06.2025 in Kraft getretenen Kleinen Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn (DB) die Familienreservierung im Fernverkehr abgeschafft. Eine vierköpfige Familie muss nun für Hin- und Rückfahrt 44 Euro allein für die Sitzplätze zahlen. Der ökologische Verkehrsclub VCD setzt sich weiter für den Erhalt ein. Seine Petition an den DB-Vorstand wurde bereits mehr als 85.000 Mal unterzeichnet (Stand: 16. Juni, 10:30 Uhr).

Bitte unterstützen auch Sie diese Petition für die Rücknahme dieser unsozialen und nicht zu Ende gedachten Fehlentscheidung!

Die Online-Petition finden Sie hier:

Die Kampagnenseite des VCD Bundesverbandes finden Sie hier:

Veranstaltungstermine April / Mai 2024

Bitte beachten Sie die folgenden Veranstaltungstermine und nehmen Sie gerne auch selbst aktiv daran teil:

21.04.2024: Fahrrad-Sternfahrt nach München
Erneut steht eine große Fahrradsternfahrt zum Königsplatz nach München an, die auch wieder über die Autobahn (diesmal die A95) führen wird. Wir sind natürlich dabei und stellen die Routen durch unsere Landkreise mit Informationen hier zur Verfügung: Radsternfahrt nach München am 21.04.2024

27.04.2024: Kidical Mass in Grafrath
Am 27. April 2024 findet die zweite Kidical Mass in Grafrath statt. Beginn der Veranstaltung ist um 15:00 Uhr vor dem Rathaus. Von dort aus wird langsam und mit Polizeibegleitung eine Runde durch Grafrath geradelt um die Veranstaltung dann mit einem gemeinsamen Picknick vor der Gemeinde abzuschließen. Mit der Kidical Mass wollen wir ein Zeichen für kindersicheren Verkehr und Freiräume für Kinder und Jugendliche setzen. Seid dabei! Weitere Details unter Kidical Mass am 27.04.2024 in Grafrath

28.04.2024: Fahrrad-Exkursion zur Waldbegehung im Klosterwald Maria Eich
Auf Einladung von Greenpeace München nehmen wir an einer Waldbegehung im Klosterwald Maria Eich teil. Der Klosterwald beherbergt mit seinen bis zu 300 Jahren alten Methusalem-Eichen und Hainbuchen eine herausragende Artenvielfalt. Greenpeace begleitet die forstwirtschaftlichen Maßnahmen im Rahmen des Projekts „Eremiten im Klosterwald Maria Eich“ kritisch und informiert regelmäßig über die aktuelle Entwicklung. Details und Anmeldung über Radl-Exkursion am 28. April 2024 nach Maria Eich

01.05.2024: Maifest in Gröbenzell
Beim Gröbenzeller Maifest an Rathausplatz und Kirchenstraße werden wir dieses Jahr wieder mit einem Infostand vor Ort sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihre Themen in und um Gröbenzell. Weitere Details wie unseren genauen Standort finden Sie in Kürze unter Maifest am 1. Mai 2024 in Gröbenzell

04.05.2024: Kidical Mass in Weßling
Am 4. Mai 2024 findet die dritte Kidical Mass in Weßling statt. Beginn der Veranstaltung ist um 14:00 Uhr am neuen Schulhof im Meilinger Weg. Die Kidical Mass fordert, dass sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und selbständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können. Wir fördern die Veranstaltung mit einer Hüpfburg und rollen unsere Tempo 30/50 Bodenplanen aus. Mitfahren lohnt sich, siehe auch Kidical Mass in Weßling am 4. Mai 2024

06.05.2024: Fairkehrsstammtisch in Weßling, Thema „Verkehrsberuhigung“
In Zusammenhang mit der vorangegangenen Kidical Mass wollen wir in Weßling nochmal nachfragen, wie es um die Verkehrsberuhigung insgesamt bestellt ist. Gibt es aktuelle Planungen, Initiativen oder Chancen und welche Hürden gibt es dabei zu überwinden? Wir freuen uns nach längerer Pause wieder auf den persönlichen Austausch. Genauere Information zu Zeit und Ort finden Sie in Kürze unter Fairkehrsstammtisch am 6. Mai 2024 in Weßling

Podiumsdiskussion „S4 Ausbau mit Außenbahnsteigen“ am 19.09.2023

Podiumsdiskussion mit Landtagskandidat*innen

Am Dienstag, 19.09.2023 um 19:30 Uhr in der Stadtbibliothek in der Aumühle, Bullachstr.26, Fürstenfeldbruck veranstaltet das

Das Verkehrsforum Fürstenfeldbruck veranstaltet zusammen mit

  • der Bürgerinitiative „S4-Ausbau jetzt!“,
  • den beiden Petent*innen für S-Bahn-Außenbahnsteige und
  • dem Verkehrsclub Deutschland (VCD)

im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche eine Podiumsdiskussion mit Landtagskandidat*innen von CSU, SPD, FW, FDP, GRÜNE, ÖDP und MUT. Sie werden den Veranstaltern und dem Publikum zum lang ersehnten S4-Ausbau zu folgenden Gesichtspunkten Rede und Antwort stehen:

  • Hintergründe der jahrzehntelangen Verzögerungen des Ausbaus?
  • Anzahl der Gleise: drei oder vier?
  • Länge der Ausbaustrecke bis Eichenau oder Fürstenfeldbruck?
  • Versprechen auf 10-Minuten-Takt?
  • Für und Wider von S-Bahn-Außenbahnsteigen?
  • Barrierefreier Ausbau Bhf. Puchheim?

Moderiert wird die Veranstaltung von Herrn Gerhard Eisenkolb, SZ.

Neupositionierung zur zweiten Stammstrecke

Nach aktuellem Planungsstand ist mit einer Inbetriebnahme des zweiten Stammstreckentunnels in München frühestens 2035..37 bei Gesamtkosten von mehr als 7 Mrd. Euro zu rechnen.

Diese Verzögerungen nehmen wir zum Anlass einer Neupositionierung, denn wir können nicht noch weitere mindestens dreizehn Jahre auf Verbesserungen im S-Bahn-Betrieb warten. Deshalb müssen parallel zum zweiten Stammstreckentunnel alle Maßnahmen betrachtet und forciert werden, die geeignet sind den ersten Stammstreckentunnel zu entlasten.

Sonst wird der Bau des zweiten Stammstreckentunnels die Entwicklung des ÖPNV insgesamt behindern, wie auch im folgenden BR-Beitrag der Sendung Quer am 17.11.2022 thematisiert:

Deshalb hier ein verdichteter Überblick zum Projek des zweiten Stammstreckentunnels in München mit aktueller Neupositionierung (Stand November 2022):

S-Bahn München – wieder ein Beinaheunfall

Weil derzeit bei der S-Bahn München häufig nach Baustellenfahrplänen gefahren wird kommen selbst die Lokführer durcheinander. Zwischen Ostbahnhof und St. Martinstraße hätte dies am Samstag, 12. November beinahe zur Kollision geführt. Ein Lokführer hat seinen Zug an der St. Martinstraße gewendet und nicht – wie vorgesehen – in Giesing:

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,10257742

Verkehrswende von unten, 10.10.2022, Maisach

Aus dem Kreis unserer Mitgliederschaft wurde der Wunsch geäußert, eine Plattform zum Austausch zwischen Mitglieden und verkehrspolitisch interessierten Bürger:innen im Landkreis Fürstenfeldbruck bereitzustellen. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach und laden deshalb herzlich ein zu folgendem Vernetzungstreffen:


Verkehrswende von unten

Vernetzungstreffen für verkehrspolitisch Interessierte im Landkreis FFB

Termin
10.10.2022, 19:30 bis ~21:30 Uhr

Ort
Kleiner Saal im Bräustüberl Maisach, Hauptstraße 24, 82216 Maisach

Format
Präsenzveranstaltung unter Berücksichtigung der am Veranstaltungsabend gültigen Corona Empfehlungen

Ziel der Veranstaltung
Vernetzung verkehrspolitisch interessierter Menschen und Gruppierungen mit übereinstimmenden Zielen

Agenda
– Kurzvorstellung VCD Kreisverband FFB-STA e.V. (10′) –
Warum der VCD einen Beitrag zur Vernetzung leisten kann und sollte

– Kurze Impulspräsentation mit Gastbeiträgen (je 10′) –
Allgemeines, ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr, Autoverkehr, Vernetzung

– Gastbeiträge von –
Thomas Brückner, Verkehrsforum FFB
Stefan Plate, VCD FFB
Thomas Holzmüller, ZIEL21

– Kurze Fachrunden als Auftakt zur Vernetzung (~30′) –
Kleine Austauschrunden mit Ergebnispräsentation

– Abschlussvereinbarung (15′) –
Wie wollen wir uns zukünftig vernetzen?


Am ZIEL vorbei: Verkehrskonzept fürs Bahnhofsareal in Gauting

Mit der aktuellen Planung für das neue Bahnhofsareal führt der Gautinger Gemeinderat die wertvollen Workshopergebnisse aus 2014 teilweise ad absurdum und missachtet das Leitbild der Gemeinde. Durch 8 signifikante Veränderungen rückt das Gremium (wieder einmal) das Auto ins Zentrum der Planung. Verlierer sind: Fußgänger, die laut Verkehrserhebung hier eine besonders wichtige Rolle spielen, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer, die Aufenthaltsqualität und damit auch der Einzelhandel.

Deshalb distanziert sich die VCD Ortsgruppe Gauting vom aktuellen Verkehrskonzept . Damit die einmalige Chance am Bahnhofsareal nicht verspielt wird, rufen wir zum Widerstand auf. (siehe unten)

Dabei hatte der Workshop 2014 so vielversprechende Ergebnisse gebracht:

  • Ein fußgängerfreundlicher und barrierefreier Bahnhofsplatz als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich (Tempo 20)
  • Eine zeitgemäße Fahrradabstellanlage und Fahrrad-Schutzstreifen an den Zufahrten auf der
    Bahnhofstraße beiderseits des Bahnhofsplatzes
  • Ein Busbahnhof mit kurzen Wegen für ÖPNV-Nutzer südlich des Gautinger Bahnhofsgebäudes
  • Eine zweigeschossige Parkpalette als Abstellanlage für Autos im Anschluss an den
    Busbahnhof
Verkehrskonzept Bahnhofsumfeld, Workshopergebnis, 18.11.2014, Büro Obermeier
Verkehrskonzept Bahnhofsplatz, Beschlussfassung, 28.04.2016, Büro Obermeier

Die Fakten zum Hintergrund:
Am 19. September und 6. Oktober 2014 arbeitete die VCD Ortsgruppe Gauting an einem Verkehrskonzept für das Bahnhofsareal in Gauting mit, moderiert durch das Planungsbüro Obermeier. Ziel war unter anderem die Erschließung des zum Verkauf und zur Neubebauung anstehenden Grundschulareals.

Das Ergebnis war eine ausgewogene Lösung, die bewusst den Umweltverbund begünstigen sollte, indem das P&R-Gelände südlich des neuen Busbahnofs angesiedelt wurde. So würden sich für ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger im Vergleich insgesamt kürzere Wege ergeben.

Dem Workshop ging eine Bestandsaufnahme des Planungsbüros voraus mit interessanten Ergebnissen zur Verteilung der Verkehrsteilnehmer. Sie zeigte, dass Fußgänger eine wichtige Rolle im Einzugsgebiet des Bahnhofs einnehmen. Siehe die Abschlusspräsentation des Büros Obermeier: 62_obermeier_zwischenerge11_2014 .pdf

Schlüssig war das Konzept aber stets nur in dieser ausgewogenen Form, die die Belange ALLER Verkehrsarten berücksichtigt und sich auf Kosten und Nutzen bezieht. Siehe auch unsere Pressemeldung vom 4. März 2016 unter 20160304-PM-VerkehrskonzeptBahnhofsarealGauting.pdf

Der Kniefall vor dem Auto
Im weiteren Verlauf veränderte der Gemeinderat das Konzept sukzessive zu Gunsten des motorisierten Individualverkehrs und – leider – zu Lasten des Umweltverbundes. So würde Gauting vor allem Fußgänger, Radfahrer und Menschen, die sich im Bahnhofsbereich aufhalten wollen, benachteiligen. Deshalb distanzierte sich die VCD Ortsgruppe Gauting am 1. April 2019 (als die Mehrfachbeauftragung der Plangutachten Bahnhofsareal vorgestellt wurde) offiziell vom aktuellen Planungsstand.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderungen und ihre negativen Auswirkungen:

Entwicklung vom Beteiligungsworkshop 2014 zum Plangutachten 2019

Oje, was kann ich tun?
Einiges: Melden Sie sich im Rahmen des anstehenden Plangutachtens zu Wort und fordern Sie einen Bahnhofsplatz als Raum der Begegnung und des Miteinander, d.h konkret:

  • Mehr Fläche für Fußgänger und Aufenthaltsmöglichkeiten
  • Platz für Veranstaltungen vor und rund um das Bahhnhofsgebäude
  • Faires Miteinander von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr
  • Platzsparende Stellplatzlösung (Längsparken ohne Wendeschleife)

Bitte senden Sie diese Forderungen an das beratende Planungsbüro Schreiber (office@claudia-schreiber-architektur.de) und in Kopie an den Leiter des Gautinger Bauamts, Herrn Härta (Rainer.Haerta@gauting.de).

Die Historie zum Verkehrskonzept finden Sie auf der Webseite der Gemeinde Gauting unter:

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