Aktion ÖPNV-Check nimmt Fahrt auf – Aufruf zur Teilnahme

Am 10. August starte der VCD-Kreisverband die Aktion ÖPNV-Check im Landkreis FFB. Dabei sind die ÖPNV-Nutzer und auch solche, die es erst noch werden wollen aufgerufen, Hinweise zu geben. Wo bestehen Mängel und wo sind Verbesserungen nötig? Auch Ideen, wie Bus und Bahn besser werden können, sind willkommen. Ziel der Aktion ist es, den ÖPNV attraktiver zu machen.

Zum Auftakt berichtet auch die Lokalpresse über die „beschämende Situation“ am Busbahnhof FFB. Der VCD-Kreisvorsitzende Oliver Lange hat vor Ort Kritik geübt: „Viel Schmutz, fehlende Wegeleitung, zu wenig Information, wo welche Buslinien ankommen und abfahren, kein richtiger Regenschutz, zu undurchsichtige Verkehrsleitung – da fühlt man sich als Fahrgast ziemlich allein gelassen. Dabei sollte der Busbahnhof doch eigentlich das freundliche Eingangstor zur Kreisstadt sein.“

Großes Presse-Echo

https://www.kreisbote.de/lokales/fuerstenfeldbruck/vcd-kritisiert-den-busbahnhof-fuerstenfeldbruck-massiv-94438383.html

https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/nahverkehr-im-fahrgast-check-wie-gut-sind-die-einrichtungen-des-oepnv-94447423.html

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/busbahnhof-fuerstenfeldbruck-maengel-orientierung-sicherheit-li.3527972

Jeder kann ÖPNV-Checker sein

Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass die Aktion gut ankommt. Meldungen aus verschiedenen Orten im Landkreis sind inzwischen eingetroffen. Die Stadt FFB hat bereits öffentlich zugesagt, dass sie die Verbesserungsvorschläge des VCD für den Busbahnhof z. B: öfters reinigen, bessere Wegeleitung – prüfen wird. Weitere Hinweise zu Mängeln kamen unter anderem

– aus Eichenau: eine Verkehrsinsel behindert eine Buslinie beim Abbiegen.

– aus Olching: bei Regen spritzt das Wasser von der Straße in die Bushaltestelle

– Bus 860 Olching-Freiham: keine Ersatzfahrpläne für 10wöchige Umleitung zw. Eichenau und Puchheim Ort.

ÖPNV-Check – mitmachen bis 31.Oktober

Der Verkehrsclub ruft die ÖPNV-Nutzer auch auf, selbst zum ÖPNV-Checker zu werden. Wer Mängel bei Bus uns Bahn im Landkreis erkennt, soll sie an den Verband melden: mitmachen@vcd-ffb-sta.de

Die Aktion läuft noch bis zum 31. Oktober. Der VCD wird die Ergebnisse sammeln, aufbereiten und an Stadt und Landkreis weiter geben.„Wir appellieren an die Verantwortlichen zu handeln und den Busverkehr attraktiver zu gestalten,“ so der VCD-Kreisvorsitzende.

Der ÖPNV-Check im Landkreis FFB

Aktion für einen besseren Verkehr bei Bus und Bahn

Bis 31. Oktober – jetzt mitmachen

Der VCD-Kreisverband möchte, dass die Akzeptanz der öffentlichen Verkehrsmittel weiter wächst. Dafür braucht es aber nicht nur Busse und Bahnen, die oft und pünktlich fahren, sondern auch einiges drumherum: Informationen in Echtzeit, Wegweisungen, leichte Zugänglichkeit, Sauberkeit u.v.m.

Der VCD ruft die ÖPNV-Nutzer im Landkreis und auch solche, die es erst noch werden wollen auf, Hinweise zu geben. Wo bestehen Mängel und wo sind Verbesserungen nötig? Auch Ideen, wie Bus und Bahn besser werden können, sind willkommen.

Hinweise, Wünsche, Forderungen unter mitmachen@vcd-ff-sta.de

Einer der schlechten Radwege im Landkreis – Fall Emmering erneut vor Gericht

Seit mehreren Jahren sorgt ein langer Abschnitt des Fahrradweges zwischen Fürstenfeldbruck und Eichenau für Ärger. In der Ortsdurchfahrt Emmering (Kreisstraße FFB 12) verläuft er nämlich meist auf den Gehwegen. Nur sind diese in weiten Teilen nicht für den Radverkehr geeignet. 2,50 Meter Breite lautet die gesetzliche Vorschrift und lässt dabei aber auch Ausnahmen zu. An vielen Stellen sind es aber nur 1,90 – 2,30 Meter. Ein Zustand, den man als rechtswidrig bezeichnen kann.

Fahrradpflicht auf zu engem Gehweg

Wer selbst einmal dort entlang geradelt ist, tut es ungern ein zweites Mal. Denn abgesehen von den Begegnungen mit Fußgängern verursachen viele, zwischen hohen Hecken schlecht einsehbare Hauseingänge und Einfahrten ein mulmiges Gefühl. Unfälle sind nahezu zwangsläufig und haben sich auch schon ereignet. VCD-Kreisvorsitzender Oliver Lange radelt die Strecke selbst häufig und weicht auch schon mal – „unerlaubter Weise“ – auf die Straße selbst aus. Dies machen nicht viele Radler:innen, denn der Verkehr dort ist nicht ohne, zumal viele LKW die Ortsdurchfahrt nutzen. Eine Verbreiterung des Fahrradweges kommt aus baulichen Gründen für die Gemeinde Emmering und das Landratsamt nicht in Frage. Die beste Lösung wäre ein Fahrradschnellweg entlang der S-Bahn. Aber auch da stellt sich Emmering quer.

Weiterlesen: Einer der schlechten Radwege im Landkreis – Fall Emmering erneut vor Gericht

Fahrradschnellweg statt Gefährdungen und Unfälle

Oliver Lange hat nun den Landkreis als Verantwortlichen für die Kreisstraße verklagt. (Der Münchner Merkur berichtete kürzlich darüber: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/emmering-ort28645/radwegbenutzungspflicht-emmering-landratsamt-fuerstenfeldbruck-vcd-radstreifen-94302188.html) Er möchte die Aufhebung der Nutzungspflicht auf dem Weg erreichen. Dann könnte jede/r Radler:in immerhin selbst entschieden, welche Art der Gefährdung er/sie bevorzugt. Mitte Mai fand ein Ortstermin statt. Ein Urteil vor Ort erfolgte leider nicht, das Gericht erwägt aber die Straßenverkehrsbehörde neu über die Radwegbenutzungspflicht entscheiden zu lassen, unter Anwendung der aktuellen Rechtslage. Genaueres wird aber erst mit dem schriftlichen Urteil bekannt werden.

Gericht entscheidet

Vor vier Jahren hat schon einmal ein Gericht über den gleichen Sachverhalt im östlichen Emmeringer Ortsteil Unter Au ein Urteil sprechen müssen. Ein Fahrradfahrer aus München hatte geklagt und es kam zu einem Vergleich. Die Nutzung in Richtung Eichenau ist nach wie vor vorgeschrieben, in die Gegenrichtung können Radler:innen freiwillig auf dem Geh- und Radweg fahren, aber nicht schneller als mit Schrittgeschwindigkeit.

Bürgerentscheid und Ratsbegehren in der Stadt Fürstenfeldbruck am 18.01.2026

Die Bürger der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck sind am Sonntag, 18.01.2026 aufgerufen, sich hinsichtlich der Frage nach dem künftigen Verlauf der B2 zu äußern. Aufgrund des frühen Termins im neuen Jahr wurden, um jedem – sogar trotz Weihnachtsurlaub – die Teilnahme zu ermöglichen, allen Wahlberechtigten unaufgefordert Briefwahlunterlagen zugeschickt, egal ob von den einzelnen Briefwahl oder eine Abstimmung im Wahllokal bevorzugt wird. Damit dürfte wohl sichergestellt sein, dass eine ausreichende Wahlbeteiligung gegeben ist.

Grundsätzlich wird schon seit Jahrzehnten über mögliche B2-Trassen durch die Stadt diskutiert. Es gab Bürgerentscheide 2008 und 2009 über einen dritte Amperquerung. Schon im Jahr 2016 gab es einen Antrag der SPD, die B2 auf die LKW-Route zu verlegen.

Im Mai 2025 wurden im Stadtrat mehrere Entscheidungen zur B2 getroffen, unter anderem hat eine Mehrheit die Verlegung der B2 auf die bestehende LKW-Route entschlossen, dazu eine Machbarkeitsstudie über eine 3. Amperquerung, für eine neue B2 Route.

Der Bürgerentscheid war eine Reaktion auf diesen Beschluss und erreichte mit ausreichend Unterschriften die Zulässigkeit. Dagegen stellte der Stadtrat das Ratsbegehren.

Wer sich dennoch informieren möchte, hat hier mehrere Möglichkeiten. Am Donnerstag, den 08.01.2026 gibt es z.B. um 17:30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Tenne des Veranstaltungsforums, danach um 19:00 eine Diskussion.

Da die Bürger sich zwischen dem Bürgerbegehren der Bürgerinitiative ‚Verbleib der B2 in der Innenstadt‘ und dem Ratsbegehren der Mehrheit des Stadtrates ‚Verlegung der B2 aus der Innenstadt‘ entscheiden können, gibt es von beiden Seiten jeweils eine Homepage zum Thema.

Zusätzlich besteht über die Brucker Stadtgespräche eine weitere Informationsmöglichkeit – von der die Bürgerinitiative sicherlich weniger begeistert sein dürfte, da hier zwar Neutralität vermittelt werden soll, aber dennoch das Ratsbegehren gestützt wird. https://brucker-stadtgespraeche.de/zukunft-der-b2/

Auch wir als VCD Kreisverband für Fürstenfeldbruck und Starnberg positionieren uns eindeutig für das Ratsbegehren! Denn wenn man hinsichtlich der Steuerung des Straßenverkehrs in der Altstadt als Stadtrat selbst das Ruder in die Hand bekommen will, führt an einer Verlegung der B2 aus der Innenstadt kein Weg vorbei – ganz egal welche Maßnahmen später folgen werden. Nur so ist auch eine Verkehrswende möglich. Wer sich dagegen für eine Verbleib der B2 in der Innenstadt ausspricht, lässt zu, dass ein externes Straßenbauamt die verkehrlichen Dinge in Brucks Wohnzimmer regelt – sicherlich oftmals entgegen der Wünsche der Stadt.

Der aktuelle Bürgerentscheid gegen die Verlegung der B2 begründet dies hauptsächlich damit, eine dritte Amperquerung auf Kosten des Bundes würde mit der Verlegung unrealistisch.

  • Für eine dritte Amperquerung und eine Umfahrung der Brucker Innenstadt wird immer auch ein Tunnel benötigt werden. Eine Realisierung würde damit kürzetens 20, eher aber 40 Jahre dauern. Die Entwicklung der Innenstadt wäre über diesen Zeitraum blockiert.
  • Die Kosten für so eine Lösung wären in anderen Verkehrsprojekten (z. B. S4-Ausbau) besser angelegt.
  • Die aktuelle Schwerlasttrasse mit dem Umweg wirkt positiv, denn entsprechend niedrig ist der Anteil an Schwerlastverkehr (4-5%). Eine kurze Route durch die Stadt würde neuen Verkehr anziehen, auch neuen Schwerlastverkehr.
  • Seit Jahren ist die Situation für Fußgänger und Radfahrer sowohl in der Fürstenfelder-, Oskar-von-Miller-Straße unzulänglich, wie auch auf der Augsburger-, Haupt-und Münchner-Straße. Eine Verlegung der B2 bietet Chancen dieses in naher Zukunft zu verbessern.

Im Zeichen von Baustellen – der S-Bahn-Fahrplan 2026

Wie gewohnt gilt bei der Bahn ab dem 2. Sonntag im Dezember ein neuer Zugfahrplan und wie so häufig führt er zu keinen großen Neuerungen im 444 Kilometer langen Münchner S-Bahn-Netz. Allerdings erkennt man zwei Trends: Baustellen bringen einiges durcheinander und schwach nachgefragte Züge entfallen auf einigen Abschnitten – meist in den späten Abendstunden (u. a. mehrere Züge jeweils bei der S3 zwischen Maisach-Mammendorf, bei der S4 zwischen Grafrath-Geltendorf, bei der S6 zwischen Starnberg-Tutzing). Dafür werden an anderen Stellen im Netz einige Abschnitte öfter befahren.

Eine große Änderung für alle Fahrgäste aus dem München Westen und damit für die Linien S3, S4, S6 und S8 wird es ab Juni geben: der Halt in Laim stadteinwärts entfällt, weil der Bahnhof für die 2. Stammstrecke umgebaut wird (die DB will den Bahnhof bis 2028 viergleisig bauen, damit später das Umsteigen zwischen den beiden Stammstrecken und der Anschluss zur Straßenbahn möglich wird.) Nur die S5 kann noch stadteinwärts halten – wer also in Laim aus- oder umsteigen muss, muss zuvor in Pasing auf die S5 wechseln.

Größere Baustellen und Tempobeschränkungen auf der Allgäustrecke wirken sich ab Februar auf die S4 aus. Einmal pro Stunde wenden die Züge vorzeitig in Buchenau statt in Geltendorf, dafür fahren die bisher in Grafrath wendenden S-Bahnen weiter bis Geltendorf. Zur Hauptverkehrszeit müssen einige Züge zwischen Buchenau und Geltendorf entfallen. Die S20 pendelt in der Regel nicht mehr auf der S4-Strecke, sondern nur zwischen Höllriegelskreuth und München-Pasing – ausgenommen zwei Züge am Spätnachmittag bis Geltendorf.

Eine andere große Baustelle betrifft das Westkreuz. Die DB errichtet eine Brücke für die S-Bahn-Gleise („Überwerfungsbauwerk“) mit dem Ziel, die beiden Linien S6 und S8 kreuzungsfrei zu führen und damit Verspätungsursachen zu minimieren. Mehrwöchige Sperrungen mit Ersatzverkehr stehen im Juni, August und Oktober/November sowie zusätzlich an einigen Wochenenden an.

Einen Zuwachs verzeichnet unter dem Strich die S8. Um den Takt am Wochenende zu vereinheitlichen, fahren einige zusätzliche Züge bis Herrsching. Der 20-Minuten-Takt von und zum Ammersee startet damit sonntags bereits ab 8:00 Uhr.


Weitere Infos:

https://beg.bahnland-bayern.de/de/aufgaben/planen/fahrplan/fahrplanwechsel

https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/Fahrplanwechsel-Das-bringt-2026-fuer-Fahrgaeste-der-S-Bahn-Muenchen-13695536


Eisbär-Alarm: Was Starnberg anstelle des Tunnels braucht

Freitagnachmittag Ende Oktober in Starnberg, der Feierabend-Verkehr staut durch die Stadt. Plötzlich betreten zehn Eisbären die verstopfte Kreuzung am Tutzinger-Hof-Platz. Friedlich laufen sie bei Grün über die Ampel, stehen kurz, um ihre Botschaft „STOP DEN TUNNEL“ zu zeigen, und trotten dann weiter.

Wie könnten wir die Straßenflächen in Starnberg ohne Tunnel unter den Verkehrsteilnehmer.innen gerecht und zukunftsweisend aufteilen? (Die Eisbär:innen)

Was wollen die Eisbär:innen?

Die Gruppe rund um Initiator Robert Philipp, einem Architekten aus Pöcking, will damit eine gerechte und zukunftsweisendere Mobilität im Landkreis anregen. Deshalb stellen die Eisbär:innen – darunter drei VCD-Mitglieder – unbequeme Fragen, zum Beispiel:

  • Wieviel CO2 spart der Tunnel unter Starnberg ein?
  • Könnte mit einer Milliarde Euro, die der Tunnel bis zur Fertigstellung kosten wird, auch eine neue Mobilität für Starnberg und Umland angestoßen werden?
  • Wie könnten die Straßenflächen in Starnberg ohne Tunnel unter den Verkehrsteilnehmer.innen gerecht und zukunftsweisend aufgeteilt werden?

Der Tunnel: Viele Mio. Euro für KEINE Entlastung

Die Fragen der Eisbär:innen beantworten wir so: Der Tunnel unter Starnberg wird uns viel CO2 kosten anstatt es einzusparen und keine Verkehrsentlastung für Starnberg bringen. Der Bund verbaut nicht Hunderte Mio Euro, um die Starnberger:innen vom Kfz-Verkehr zu entlasten. Das zentrale Ziel ist schlicht, die „Leistungsfähigkeit“ der B2 zu erhöhen.

Friedlich mahnende Eisbären mit Schriftzug "STOP" in Starnberg (2015)



Der Tunnel wird den Kfz-Verkehr lediglich zu Stoßzeiten unter die Erde verlagern. Dadurch wird er insgesamt mehr PKW-Verkehr anziehen, und das ist kontraproduktiv!

Auch der stets versprochene Rückbau zugunsten von Radfahrer: und Fußgänger:innen oberhalb des Tunnels erweist sich als Mogelpackung: Jahrelang gab es keine Pläne dazu. Nun wurde klar: Aus Sicherheits- und Wartungsgründen muss die Fahrbahnbreite oben erhalten bleiben. Das bedeutet keinen oder wenig Handlungsspielraum.

Tausende Tonnen Beton zu verbauen, ist aus Klimaschutzgründen obendrein indiskutabel.

Die steigende Kostenschätzung von 200 Mio (2020) auf 660 Mio Euro (2025) bestätigt den Eindruck: Der Tunnel wird ein klimaschädliches Millionengrab mit wenig Wirkung.

Was schlagen wir im VCD statt des Tunnels vor?

Wie können wir – nur entlang dieser Achse in Starnberg – eine zukunftsgerechte Mobilität schaffen, die Mensch und Natur dient? Folgende wirkungsvolle Maßnahmen ließen sich zum Beispiel ohne Millionengrab umsetzen:

  • Der Autobahnzubringer A952 wird auf eine Spur zurückgebaut. Die zweite, nun freie Spur wird Bussen und allen Fahrzeuge gewidmet, in denen mindestens drei Personen sitzen. So stärken wir Fahrgemeinschaften und ÖPNV-Nutzer.innen.
  • Ein Expressbus von und zur U3 in Fürstenried West wird eingerichtet. So wird der ÖPNV attraktiver und schneller.
  • Die zweite Fahrspur ab der Stadtgrenze stadteinwärts und vom Tutzinger-Hof-Platz bis zur Autobahn teilen sich Radfahrer.innen und Busse.
  • Die B2 läuft VOR dem Tutzinger-Hof-Platz auf eine Spur zum Geradeausfahren zusammen. So bleibt die Kreuzung bei „Rot“ frei, und die Sicherheit von Fußgänger.innen an der Ampel steigt. (2 Kinder wurden bereits überfahren.)
  • Auf der Hauptstraße wird ein Radfahrstreifen in beide Richtungen eingerichtet. Das bedeutet einige Parkplätze weniger, aber deutlich mehr Sicherheit für viele Schulkinder.
10 Eisbären protestieren friedlich gegen den Starnberger Tunnel (2025)

Was können Sie tun?

Eine Mobilität für Menschen ist Ihnen auch wichtig? Dann werden Sie Mitglied im VCD oder schreiben Sie uns. Wir setzen uns bundesweit, aber auch in Kreisgruppen für eine Verkehrswende mit Herz und Verstand ein.

VCD – Aktion -> Freie Gehwege

Der VCD richtet seinen Fokus mit der aktuellen Aktion „Freie Gehwege“ auf die Fußgänger.

Gehwege sind für Menschen da – nicht für Autos. Dennoch werden sie vielerorts, auch in unseren Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck, von parkenden Fahrzeugen blockiert.
Damit behindern parkende Autos auf Gehwegen Fußgängerinnen und Fußgänger beim Durchkommen – besonders Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator.

Der VCD ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, enge und gefährliche Gehwegabschnitte über ein Online-Tool zu melden. Die gesammelten Daten werden nach Abschluss der Aktion in einer Online-Karte veröffentlicht, um Risiken sichtbar zu machen, kommunale Verantwortliche zu informieren und den Druck auf Politik und Verwaltung zu erhöhen.

Über ein Online-Formular des ökologischen Verkehrsclubs VCD können Bürgerinnen und Bürger seit dem 20.Oktober Orte eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren. Die gemeldeten Stellen werden auf einer Online-Karte sichtbar gemacht und vom VCD-Kreisverband FFB-STA an die zuständige Kommunen weitergegeben – mit der Aufforderung, Maßnahmen zu prüfen und das Gehwegparken dort zu unterbinden.

Ziel der Aktion ist es, Gehwege wieder sicher und barrierefrei nutzbar zu machen – für Kinder, Ältere, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und alle, die zu Fuß unterwegs sind. Die Aktion unterstützt zentrale Ziele der Verkehrswende wie die Vision Zero, ein aktives Parkraummanagement und die nationale Fußverkehrsstrategie.


Kleine Anfrage zu NGOs im Bundestag

Mit einer 551 Fragen umfassenden sogenannten Kleinen Anfrage an die Bundesregierung hinterfragen CDU und CSU die wertvolle und demokratiefördernde Arbeit unzähliger zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie unterstellen, dass mit staatlichen Geldern parteipolitische Zwecke verfolgt werden würden. Auch wenn der VCD in der Anfrage nicht aufgeführt wird, möchten wir dennoch kurz folgendes erklären:

Der VCD Kreisverband Fürstenfeldbruck-Starnberg e.V. ist unabhängig und überparteilich. Unser Verein empfängt keine öffentlichen Finanzmittel, sondern finanziert sich ausschließlich über Einnahmen im ideellen Bereich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Unser Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und tritt ein, für ein menschen- und umweltverträgliches Verkehrswesen. Unsere Gemeinnützigkeit wurde zuletzt 2024 vom Finanzamt Fürstenfeldbruck geprüft und bestätigt.

Der Einsatz für unseren satzungsgemäßen Vereinszweck macht uns implizit auch politisch, aber nicht parteipolitisch. Des Weiteren verweisen wir auf die Pressemitteilung des Deutschen Naturschutzring (DNR) zur hohen Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland, und empfehlen die aktuelle Campact-Petition zur Angelegenheit zu unterstützen.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen unter dialog@vcd-ffb-sta.de jederzeit und gerne zur Verfügung.

Bundesverkehrsministerium veröffentlicht Fußverkehrsstrategie

Erste Ankündigen gab es schon länger, den Fußverkehr bei der Gesetzgebung und in der Gestaltung des Verkehrsraumes mehr in den Focus zu rücken. Nachdem in den 2024 geänderten StVG und der StVO erste Hinweise zu finden sind, finden sich dazu auch Änderungen für den Fußverkehr im aktuellen Entwurf der VwV zur StVO.

So wurde zum Beispiel in der StVO der Text zum Verkehrszeichen 240, gemeinsamer Geh- und Radweg, in der Anlage 2 zu StVO §41 geändert. Nun ist die Rücksichtnahme der Radfahrer auf den Fußverkehr explizit erwähnt.

Link zur Pressemeldung des BMDV:

https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2025/010-wissing-fussverkehr-in-der-alltagsmobilitaet.html

Die Hauptpunkte der neuen Fußverkehrsstrategie:

  • Anerkennung des Fußverkehrs als gleichwertige und -berechtigte Verkehrsart,
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit und signifikante Reduzierung von Unfällen,
  • Steigerung der Lebensqualität durch attraktivere Fußverkehrsangebote und bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum,
  • Förderung des Klima- und Umweltschutzes, insbesondere durch die Steigerung des Fußverkehrsanteils bis 2030,
  • Förderung der Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung durch aktive Mobilität,
  • Sicherstellung barrierefreier Mobilität für alle, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen.


Wichtig wäre nun den geschriebenen Worten Taten folgen zu lassen, vor allem den Kommunen Klarheit und die Werkzeuge zu geben. Die gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr ist in den entsprechenden Regelwerken schon lange nur ein Notbehelf wenn genügend Platz für die Verkehrsfläche vorhanden ist, trotzdem ist dies gerade in Bayern und auch in unserem Landkreisen die Regel, in den meisten Fällen nur mit Mindestmaß, und nicht die Ausnahme. Innerorts sollten Straßen von außen nach innen geplant werden.

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