Verkehrskonzept Bahnhofsareal in Gauting

Am 19. September und 6. Oktober 2014 beteiligte sich die VCD Ortsgruppe Gauting an der Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes Bahnhofsareal in Gauting unter anderem zur Erschließung des zum Verkauf und zur Neubebauung anstehenden Grundschulareals, moderiert durch das Verkehrsplanungsbüro Obermeier.

Verkehrskonzept Bahnhofsumfeld, Workshopergebnis, 18.11.2014, Büro Obermeier

Das Ergebnis brachte eine ausgewogene Lösung hervor, die bewusst den Umweltverbund begünstigen sollte, indem das P&R Gelände südlich des neuen Busbahnofs angesiedelt wurde, woraus sich im Vergleich für ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger insgesmt kürzere Wege ergeben.

Dem Workshopergebnis ging eine Bestandsaufnahme des Planungsbüros voraus mit interessanten Ergebnissen zur Verteilung der Verkehrsmittel, die aufzeigte, dass Fußgänger eine sehr bedeutsame Rolle im Einzugsgebietes des Bahnhofs einnehmen. Siehe hier die Abschlusspräsentation des Büros Obermeier:

Funktionieren konnte das Konzept aber stets nur in dieser ausgewogenen Form unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsarten und bezogen auf Kosten und Nutzen in folgender Priorität:

  • Ein fußgängerfreundlicher und barrierefreier Bahnhofsplatz als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich (Tempo 20)
  • Eine zeitgemäße Fahrradabstellanlage und Fahrrad-Schutzstreifen an den Zufahrten auf der
    Bahnhofstraße beiderseits des Bahnhofsplatzes
  • Ein Busbahnhof mit kurzen Wegen für ÖPNV Nutzer südlich des Bahnhofsgebäudes
  • Eine zweigeschossige Parkpalette als Abstellanlage für Autofahrer im Anschluss an den
    Busbahnhof

Siehe auch unsere Pressemeldung vom 4. März 2016 unter

Im weiteren Verlauf fiel der Gemeinderat leider in alte Muster zurück und veränderte das Konzept sukzessive zu Gunsten des motorisierten Individualverkehrs und zu Lasten des Umweltverbundes. Deshalb distanzierte sich die VCD Ortsgruppe Gauting bei der Vorstellung der Mehrfachbeauftragung der Plangutachten Bahnhofsareal am 1. April 2019 offiziell vom aktuellen Planungsstand des Verskehrskonzeptes, wegen der im Folgenden aufgelisteten einseitigen Verschiebung der Prioritäten zu Gunsten des Kfz Verkehrs und zu Lasten des Umweltverbundes:

Entwicklung vom Beteiligungsworkshop 2014 zum Plangutachten 2019

Die Historie zum Verkehrskonzept finden Sie auf der Webseite der Gemeinde Gauting unter:

Online-Umfrage zum Nahverkehr

Bis 10. Mai führt das Landratsamt Starnberg eine online Umfrage zum Nahverkehrsangebot im Landkreis Starnberg durch.

Der Online-Fragebogen besteht vier Themenblöcken mit Fragen zum Verkehrsangebot (Bus, S-Bahn), zu Bushaltestellen und Multimodalität, zu Tickets und Vertrieb sowie zu Information und Werbung.

Die Umfrage ist anonym und auf der Internetseite des Landkreises Starnberg zu finden unter folgender Adresse:

www.lk-starnberg.de/NVPumfrage

VCD Fairkehrsforum am 5. April 2019

Mitfahrerbänke – Vortrag und Diskussion

Am 5. April 2019 ab 19:30 Uhr im Pfarrstadel Weßling mit Sabine Pittroff von der Initiative mobi-LL

Teilen ist in! Teilen wird immer mehr als eine Möglichkeit wahrgenommen, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten und Ressourcen zu schonen. Warum also nicht auch die freien Plätze, die es bei fast allen Fahrten im eigenen Auto gibt, mit anderen teilen?

Aber wie kommen Fahrer und Mitfahrer zusammen? Und wie verlässlich funktioniert das? Mitfahrerbänke, wie es z.B. in Schondorf am Ammersee eine gibt, können dabei helfen.

Sabine Pittroff wird über die dortigen Erfahrungen berichten. Mit unseren Gästen wollen wir darüber diskutieren, welche Lösungen sich für Weßling aber auch für unsere Nachbargemeinden anbieten. Schließlich sind viele benachbarte Orte nur noch auf Auto-Straßen erreichbar, deren Benutzung für Fußgänger und Radfahrer viel zu gefährlich ist. Mitfahrgelegenheiten können hier helfen, Lücken im Busverkehr zu schließen.

Aber es werden auch Verkehrswege benötigt, auf denen wir uns sicher fortbewegen können, auch wenn wir nicht motorisiert sind. Fahrradstraßen, sogenannte Shared-Space-Bereiche oder Bereiche, die Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sind, können innerörtliche Lösungsansätze sein.

Überörtlich brauchen wir ein neues Verkehrswege-Konzept, das den schnellen Kfz-Verkehr auf wenige Routen bündelt, für Fußgänger und Radfahrer Begleitwege vorsieht und auf Nebenstrecken den nicht-motorisierten Verkehr fördert. Ein radikales Umdenken in unseren Rathäusern und Landratsämtern, in Ministerien, bei Polizei und Baubehörden ist erforderlich.

Wir laden Sie und euch herzlich ein mitzumachen, sich zu informieren, zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen!

Mobilitätswende Weßling und VCD Kreisverband Fürstenfeldbruck-Starnberg

Siehe auch http://www.mobilitaetswende-wessling.de/2019-02-28_mitfahrerbaenke-fuer-wessling/