Dringender Handlungsbedarf

Stellungnahme des VCD-Kreisverbands zur Querung der St 2069 bei Mamhofen

Radldemo Verkehrsraum fairteilen am 1. Juli 2017 in Mamhofen

Der Ausbau der ehemaligen Kreisstraße beim Forstgut Mamhofen zur Starnberger Westumfahrung (Staatsstraße St 2069) erfolgte ohne straßenbegleitenden Radweg. Durch den Ausbau wurde zudem eine sehr wichtige Fuß- und Radwegverbindung zwischen Starnberg-Hanfeld und Hochstadt-Weßling gekappt. Eine von der Stadt Starnberg geplante Unterführung für landwirtschaftliche Fahrzeuge, Fahrradfahrer*, Fußgänger* und Reiter*innen konnte wegen fehlender Verkaufsbereitschaft der Eigentümerin nicht realisiert werden. Durch zusätzliche massive Verbauung aller Waldwege rund um das Forstgut Mamhofen ist eine direkte Querung dieser stark befahrenen Staatsstraße auf einer Länge von fünf Kilometern insbesondere für Radfahrer und Reiter derzeit unmöglich. Alternative Streckenangebote im überörtlichen Rad- und Fußwegenetz sind zum einen unzureichend beschildert; Zum anderen erfordern sie erhebliche Umwege von mindestens zwei Kilometern. Deshalb werden diese Alternativen nur bedingt genutzt. Nicht wenige Radfahrer*innen entscheiden sich weiterhin für die „Diretissima“, eine versetzte Straßenquerung beim Forstgut Mamhofen. Hierbei sind circa 300 Meter auf der vielbefahrenen Staatsstraße zurückzulegen, bevor man in ein schlecht einsehbares Straßenstück links abbiegen kann. Bei einer zwar auf 70 km/h reduzierten, oft aber nicht berücksichtigten Geschwindigkeitsbegrenzung (Ausbaugeschwindigkeit 100 km/h) ist das Gefährdungspotential für Radfahrer*innen enorm. Gut möglich, dass es hier deshalb zu tödlichen Unfällen kommt.

Gerade in Bezug auf die erneute Bewerbung des Landkreises Starnberg für das Prädikat „fahrradfreundlicher Landkreis“ sehen wir hier dringenden Handlungsbedarf. Ziel muss die Wiederherstellung dieser Radroute beziehungsweise eine attraktive, sichere Straßenquerung beim Forstgut Mamhofen sein. Dabei sollte als letztes Mittel durchaus auch eine Enteignung geprüft werden. Immerhin handelt es sich bei dieser Querung um ein Thema öffentlichen Interesses. Vielleicht ist das aber gar nicht erforderlich. Denn die Eigentümerin bewirbt das Gutshaus seit kurzem als Feriendomizil mit Fahrradwegen und einem Wanderweg „direkt vor der Tür“. Eine sichere Querungsmöglichkeit der Staatsstraße wäre der Attraktivität des Objekts sicher zuträglich und damit auch im Interesse der Grundstückseigentümerin.

Einladung zur Radldemo am 24.10.2020

Das Aktionsbündnis Radwegbau im Landkreis Starnberg lädt am Samstag den 24.10.2020 zur Radldemo #2 von Gilching über Gauting nach Starnberg mit Abschlusskundgebung und Stationen um

  • 13:00 Uhr am Bahnhof in Weßling
    (Zubinger-Tour zur Demo der Mobilitätswende Weßling)
    • 13:30 Uhr am Marktplatz in Gilching
  • 14:30 Uhr am Bahnhofsplatz in Gauting
  • 15:30 Uhr am Kirchplatz in Starnberg

WICHTIG, demonstrieren unter Corona-Bedingungen: Bitte halten Sie an den Stationen Abstand und Tragen Sie einen Mund-, Nasenschutz

Die Radldemo #2 steht nach wie vor im Zeichen unserer Kernforderung:

Mehr Platz für’s Rad

Denn mehr Platz für’s Rad hilft allen Verkehrsteilnehmern durch:

  • Mehr Sicherheit für Radfahrende
  • Weniger Konflikte mit zu Fuß gehenden
  • Weniger Stau für Auto fahrende

Unsere Flyer und Plakate zum Ausdrucken, Weitergeben und Auslegen finden Sie hier:

Lebendiges Starnberg

Der STAgenda-Arbeitskreis Verkehr lädt am Fr, 29.11.2019 um 15:30 Uhr zur kurzen Radl-Demo. Treffpunkt ist um 15:20 Uhr am Kirchplatz.

Um halb Vier geht’s los auf die B2 über den Tutzinger-Hof-Platz bis zur Kreuzung Uhdestraße, dann über Perchastraße und Kaiser-Wilhelm-Straße wieder zurück zum Kirchplatz. Dort wollen wir pünktlich um 16:00 Uhr zum Beginn der Demo anlässlich des bundesweiten und Starnberger Klimastreiks zurücksein.

Die Radrunde ist für Groß und Klein geeignet, enthält keine Steigungen und wird von der Polizei Starnberg begleitet. Kinder dürfen allerdings nur ab 4. Klasse selbst mitfahren, sprich wenn sie den Fahrradführerschein haben. Bei sehr schlechtem Wetter wird die Rad-Demo abgesagt.

Das Motto lautet: „Lebendiges Starnberg“ – Die Teilnehmer*innen sind deshalb herzlich eingeladen, sich zu verkleiden oder ihre Fahrräder bunt zu dekorieren (sofern ihre Verkehrstüchtigkeit bzw. die der Räder davon nicht beeinträchtigt werden.) Der AK Verkehr wirbt damit für mehr und bessere Fahrradwege in Starnberg im Rahmen des Konzepts „Lebendiges Starnberg“. Hauptziel des Konzepts: Spürbare Entlastung der Stadt vom motorisierten (Durchgangs-) Verkehr.

Starnberg macht Platz!

Postkarte und Rohling für die Mal-Aktion „Starnberg macht Platz“ (C) Christine Plote

Autos oder Menschen – für wen wollen wir Starnberg vor allem gestalten? – Den öffentlichen Raum besser zu nutzen und dabei lebenswerter zu machen, darum geht es bei „Starnberg macht Platz“ am Samstag, den 29. Juni 2019, dem ersten Tag des diesjährigen STAdtradelns.

Sieben Parkplätze in der Ludwigstraße / Ecke Maximilianstraße werden am Samstag von 9 bis 13 Uhr zum Mini-Park. Wie beim internationalen „Parking Day“ legen Vertreter des VCD und der STAgenda21 sowie einige STAdtradler Hand an:

Anstelle von Autos kommen vor die ehemalige Buchhandlung Greiner Gartenmöbel und Sonnenschirme (von „Freiraum“ gestellt), Pflanzen etc.. „Wir finden, mehr schöne Plätze, mehr Platz für Radler und Fußgänger, dafür weniger Parkplätze stünden Starnberg besser.

Deshalb laden wir auf diese kleine Erholungsinsel mitten in der Stadt ein. Zum sich entspannt setzen, zum miteinander Spielen, Malen und Plaudern“, so Initiatorin und STAdtradeln-Koordinatorin Andrea Schmölzer. Mit Lego, Straßenmalkreiden oder einer Postkarten-Mal-Aktion kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen oder ein „Gehzeug“ und Lastenrad ausprobieren.

Bei alldem haben die Organisatoren auch die Geschäftsleute im Blick: „Im Wettbewerb mit dem Onlinehandel braucht der lokale Einzelhandel einen attraktiven Gegenentwurf. Schöne Plätze zum Verweilen könnten dabei viel mehr Kundschaft in die Einkaufsstraßen locken als Parkplätze“, meint Heinz Moser vom veranstaltenden VCD.

Besucher erhalten vor Ort Infos über die faire Verteilung des öffentlichen Raums und übers STAdtradeln. Ein Vertreter der STAgenda21 wird das Verkehrskonzept „Lebendiges Starnberg“ vorstellen, das am 1. Juli im Starnberger Stadtrat diskutiert wird. Spontane Mitmacher für Samstag sind nach wie vor sehr willkommen.

Mehr dazu unter www.starnbergmachtplatz.de oder unter Tel. (08151) 773 773.

Hintergrund: Ein Bündnis aus ADFC Kreisverband STA, Bund Naturschutz Kreisgruppe STA, Energiewendeverein STA, Mobilitätswende Weßling, STAgenda21 und VCD Kreisverband FFB-STA widmet sich 2019 der Frage, wie man Flächen des ruhenden Verkehrs besser nutzen kann. https://www.mobilitaetswende-wessling.de/projekte/aktion-2019/

Fridays for Future

Wir erklären uns hiermit solidarisch mit der Fridays for Future Jugendbewegung und rufen Schulen und Eltern auf, die Grenzüberschreitung der Jugendlichen als notwendigen zivilen Ungehorsam mindestens zu tolerieren und auf Sanktionen zu verzichten.

Heranwachsende sollten dabei unterstützt werden, das richtige Maß zu finden zwischen schulischen Pflichten für die persönliche, und politischem Engagement für die gesellschaftliche Entwicklung.

In etwa elf Jahren läuft die Zeit aus, die uns noch bleibt um die richtigen Weichen zu stellen zur Milderung der Folgen einer Klimakatastrophe die schon längst begonnen hat. Wer heute über Schulpflicht diskutiert, hat die Botschaft nicht verstanden. Es ist Feuer am Dach:

Unsere gesellschaftliche Ordnung ist in Gefahr und wir appelieren an die Schulen, den Jugendlichen Wege zu eröffnen, von Ihrem Recht auf zivilen Ungehorsam Gebrauch zu machen:

Bitte beachten Sie die weiterführenden Links:

Und hier noch zwei Reden von Greta Thunberg:

Greta Thunberg am 16.04.2019 vor dem EU Parament
Greta Thunberg bei der Verleihung der Goldenen Kamera am 30.03.2019 in Berlin