E-Petition zu generellem Tempolimit auf Autobahnen

Die Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat eine Petition für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen initiiert, die ab sofort unterzeichnet werden kann. Kommen in vier Wochen 50.000 Unterschriften zusammen, gibt es eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss. Zur Unterzeichnung folgend Sie bitte dem folgenden Link: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_01/_09/Petition_89913.mitzeichnen.registrieren.htm

Text der Petition

Der Bundestag möge beschließen: Auf deutschen Autobahnen wird ein generelles Tempolimit von 130 km/h eingeführt.

Begründung

Ein Tempolimit ist ein sofort umsetzbarer und kostengünstiger Beitrag, um die CO2- Emissionen zu senken. Zudem sorgt ein Tempolimit für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss, so dass weniger Staus entstehen; auch können Kosten beim Bau von Autobahnen und für deren Unterhalt gespart werden. Ein Tempolimit mindert außerdem das Lärmaufkommen und den Reifenabrieb. Nicht zuletzt wird die Verkehrssicherheit erhöht; es kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Unfälle und der Verkehrstoten zurückgeht.

Eine Einsparung von Treibhausgas-Emissionen ist angesichts der drohenden Erderwärmung und der prognostizierten Folgen dringend geboten. Die Abschlusserklärung der UN-Klimakonferenz von Katowice ermahnt die Staaten, sich ehrgeizigere Ziele zur Verringerung ihrer Treibhausgas-Emissionen zu setzen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) fordert die Staaten auf, ihre Anstrengungen zu verdreifachen, damit die Erderwärmung, wie vom Pariser Klimaabkommen vorgesehen, unter 2 °C bleibt.

Wir in Deutschland sind weit davon entfernt, das selbst gesteckte Klimaziel zu erreichen. Bis zum Jahr 2020 sollten die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent sinken. Die Bundesregierung selbst geht davon aus, dass dies verfehlt wird. Bei einem Tempolimit von 130 km/h kann von mindestens 2 Mio. Tonnen CO2-Einsparung ausgegangen werden.

Ein Tempolimit verbessert auch die Verkehrssicherheit spürbar. Ein Zusammenhang zwischen Tempolimit und weniger Verkehrstoten ist statistisch nachweisbar: 2014 sind auf den Strecken mit Tempolimit 15 Prozent weniger Personen aufgrund eines Unfalls gestorben; das ergab eine Auswertung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates.

Ein Tempolimit erhöht den Zeitaufwand nur geringfügig und mindert den Fahrspaß von Geschwindigkeitsliebhabern. Dem gegenüber bedeutet eine Entschleunigung auf Autobahnen auch ein stressärmeres Fahren insbesondere für die zunehmende Anzahl älterer Menschen und damit einen Gewinn an Lebensqualität.

Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union ohne generelles Tempolimit auf Autobahnen. In mehr als der Hälfte der Mitgliedsstaaten gilt ein Tempolimit von 130 km/h.


Absurde Grenzwert Debatte

Internationale Lungenfachärzte haben in einer gemeinsamen Stellungnahme die in Deutschland geltenden Feinstaub- und Stickoxidgrenzwerte verteidigt. Das Forum der Internationalen Lungengesellschaften (FIRS) stimme den nationalen deutschen Standards, den europäischen Standards und denen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nachdrücklich zu, heißt es in einer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Stellungnahme. Siehe

Im Angesicht eines digitalen Tsunami und fortschreitender Klimaerwärmung führen wir in Deutschland nun eine Scheindebatte über weltweit anerkannte Feinstaub- und NOx-Grenzwerte, um die Restlaufzeit unseres fossilen Automobilzeitalters künstlich um ein paar Jahre zu verlängern. Und unser Bundesverkehrsminister nimmt die Vorlage dankbar an:

Falls Sie nun denken unsere Verkehrspolitik wäre einfach nur bescheuert, dann unterliegen Sie möglicherweise einem Irrtum. Betrachtet man die mit 625.000,- € größte Einzelspende in 2018 des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e.V. an die CSU als vergleichsweise kleine Regionalpartei, dann lässt sich nicht vollständig ausschließen, dass das alles wirklich so gewollt ist. Quelle:

Volksbegehren Artenvielfalt

Die einheimische Flora und Fauna geht stark in ihrem Bestand zurück, eine Entwicklung die seit Jahrzehnten dokumentiert wird aber keine wirksamen Gegenmaßnahmen hervorbrachte.

Verkehrswege fragmentieren unsere Habitate und tragen erheblich zum aktuellen Artensterben bei, deshalb fordern wir die Einrichtung von Grünbrücken und den Erhalt, bzw. Wiederaufbau von Biotopverbünden auch über Verkehrswege hinweg.

Bestehende Bepflanzung an Verkehrswegen ist zu erhalten und Lücken zu schließen.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier:

Und die folgende Karte gibt Aufschluss über das globale Ausmaß der Zerstückelung natürlicher Lebensräume:

Am 24.01.2019 beschloss unser Vorstand einstimmig das Volksbegehren Artenvielfalt zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Volksbegehren finden Sie unter:

Position zu Stellplatzsatzungen in FFB und STA

Die Stellplatzordnung in Ihrer heutigen Form geht zurück auf die Reichsgaragenverordnung vom 17. Februar 1939, die neben dem Aufbau eines Reichsautobahnnetzes (1933), der Einführung der Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung (1934) und der Gründung von Volkswagen (1937) auch als Teil eines ausgedehnten Förderprogrammes zur Motorisierung des Landes verstanden werden kann.

Achtzig Jahre nach Erlass der Reichsgaragenverordnung stellt sich die Frage, ob Art und Umfang des Zwangs zur Errichtung von Kfz Stellplätzen noch in die Zeit passt, oder ob unsere Städte und Gemeinden nicht sukzessive auf verträgichere Mobilität vorbereitet werden sollten.

Die in unserer Mitgliederversammlung am 29. November 2017 vorgestellte und abgenommene Position zu Stellplatzsatzungen in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg arbeitet das Thema ganzheitlich auf und ist als Sammlung neuer, in der Praxis bereits existierender Regelungen zu verstehen.

Unsere Mustersatzung kann ganz oder in Teilen als Vorlage für zeitgemäße kommunal Stellplatzregelungen herangezogen werden. :

Unsere Präsentation zur Veröffentlichung finden Sie hier:

Bitte beachten Sie auch die folgenden Hintergrundinformationen, die laufend aktualisiert werden:

Petition: Bus & Bahn für einen Euro pro Tag

Für nur einen Euro pro Tag Bus & Bahn in jeder deutschen Stadt fahren!

Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Hendricks (SPD),
sehr geehrter Herr Bundesverkehrsminister Schmidt (CSU),
sehr geehrter Herr Kanzleramtsminister Altmaier (CDU),

wir alle wollen Fahrverbote vermeiden. Wir alle wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir finden, Sie haben mit Ihrer Luftreinhalte-Notmaßnahme einen guten und mutigen Vorstoß unternommen, sich für einen kostenlosen ÖPNV in unseren Städten einzusetzen.

Das ist ein großer Schritt einer längst überfälligen Verkehrswende – andere Staaten sind uns hier um Jahre voraus. Finanzierbar wird das kurzfristig nicht sein, dass haben bereits viele Verkehrsverbände signalisiert.

Aber es gibt eine pfiffige Lösung, die bereits erfolgreich umgesetzt wurde: Die 365-Euro-Jahreskarte für Bus & Bahn in jeder Stadt, damit mehr Menschen Bus und Bahn fahren und ihr Auto stehen lassen. Wien hat es gemacht, warum nicht auch Sie?

….

Wir empfehlen die Petition zu unterstützen. Denn vollen Wortlaut und die Möglichkeit zur Unterstürzung finden Sie hier:

Freyung Shuttle – Sammeltaxi 2.0

In Freyung im Bayerischen Wald ist es schwer, ohne Auto mobil zu bleiben. Der Bus fährt nur unregelmäßig, am Wochenende gar nicht, und das Taxi ist teuer. Das soll sich ab September ändern. Dann führt Freyung als erste Stadt deutschlandweit den „on-demand-ÖPNV“ ein.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/freyung-bus-app-oepnv-on-demand-100.html

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Siehe auch:

 

 

 

Carsharing Update

Nicht das Auto selbst ist das Problem, sondern der Besitz eines eigenen Autos. Es bindet mehr Zeit, Geld und Energie als es einspart und deshalb sind Eigentümer von Autos dazu gezwungen, es wann immer möglich auch zu nutzen, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Es schränkt unseren persönlichen Entscheidungsspielraum ein, steuert unser Handeln und macht uns systematisch abhängig. Frei nach Henry David Thoreau: ‚Nicht die Menschen besitzen ihre Autos, sondern die Autos ihre Menschen.‘

Wollen wir mobil sein, oder wollen wir ein Haustier aus Blech, das gefüttert, gepflegt und gewartet werden will, für 5 – 600,- € pro Monat (Golf VII)?

Die Teilnahme an Carsharing ist eine persönliche Unabhängigkeitserklärung und Angebote existieren heute für praktisch jede Zielgruppe. Egal ob Einzelperson, Familie, Fahrgemeinschaft, Verwaltung, Unternehmen oder Wohnungsbaugesellschaft, all diese Gruppen können Fahrzeuge heute ökonomisch und ökologisch sinnvoll teilen.

Zeit für ein Update!

Deshalb haben wir hier einen Überblick über das aktuelle Angebot zusammengestellt:

Weitere Anregungen?

Broschüre ‚Wirtschaftsrad‘

AGFK Bayern veröffentlicht neue Broschüre “WirtschaftsRad”

Das Fahrrad ist Deutschlands meist verbreitestes Verkehrsmittel und steht praktisch jeder Bürgerin und jedem Bürger kostengünstig und einfach zur Verfügung. Schnell sind mit dem Rad Entfernungen von 5 km zurückgelegt; eine Distanz, die 60% aller Autofahrten nicht überschreiten. Der Ausbau des innerstädtischen Verkehrsraums folgt auch heute noch oft der alten Devise der „autogerechten Stadt“: Mehr motorisierter Verkehr = mehr Kaufkraft in den Kommunen.

Die Broschüre Wirtschaftsrad räumt mit diesen einfachen Wahrheiten aber auf: Radfahrer kommen z.B. als Kunden viel öfter– und kaufen oft auch spontan ein; der schnelle Halt mit dem Rad ist einfacher als mit dem Auto. Außerdem nimmt man Geschäfte und Auslagen auf dem Rad natürlich viel besser wahr. Ein geringerer Bedarf an Verkehrsraum lässt mehr Platz für Außengastronomie und schafft so Kaufkraft in den Stadtzentren, die aufs Rad setzen. Auch die direkten wirtschaftlichen Effekte spielen eine Rolle: So sind z.B. Radhändler und -hersteller bei über 4,1 Mio. verkauften Rädern pro Jahr bedeutende Wirtschaftsakteure geworden.

Auf 12 Seiten stellt die Broschüre “WirtschaftsRad” eine Sammlung thematischer Studien und anschaulicher Grafiken bereit. Gängige Einwände gegenüber ernsthafter Radverkehrsförderung lassen sich so sachlich entkräften und tragen zur Bildung eines gemeinsamen Konsens bei.

Quelle: http://www.agfk-bayern.de/wirtschaftsrad

Beachten Sie bitte auch folgenden Artikel in dem Zusammenhang:

Mobility as a Service

Wir wollen mindestens so gut sein, wie ein eigenes Auto

Das ist die ehrgeizige Vision eines finischen Startups namens MaaS (=Mobility as a Service), welches derzeit in einem Pilotprojekt für Helsinki einen Mobilitätsdienst entwickelt hat, der den Flatrate-Zugriff auf Car- und Bikesharing, das ÖPNV Angebot und ein Kontingent für Taxi und Leihfahrzeuge in einer einzigen Smartphone App namens ‚Whim‘ zusammenführt.

Ersten Kundenrückmeldungen zufolge geht das Konzept auf. Zwar entstehen hin und wieder gewisse Wartezeiten auf ein passendes Fahrzeug, aber die Vielfalt des Angebots ermöglicht insgesamt einen sehr flexiblen Zugriff auf das jeweils optimale Verkehrsmittel, und das für deutlich weniger Geld als ein eigenes Auto kosten würde.

Folgende Tarife stehen derzeit zur Verfügung (Stand November 2017):

  • Pay per Ride
    • Keine Grundgebühr, nur Nutzung des Buchungssystems
  • Whim Urban
    • 55,- € Monatsgebühr / Mobilitätsleistungen im Wert von 70,- €
  • Whim Go
    • 149,- € Monatsgebühr / Mobilitätsleistungen im Wert von 179,- €
  • Whim Business
    • Preise auf Anfrage

Weitere Regionen befinden sich in Vorbereitung und weitere Kooperationen werden gesucht.

Bitte beachten Sie den folgenden TV-Beitrag ‚Unsere Zukunft (4/4) – Ersticken wir im Stau?‘ (sehenswert), dort wird das System auch vorgestellt:

Informationen zum Unternehmen und zur App finden Sie hier:

Lärmaktionsplan Schiene

Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes

Das Eisenbahn-Bundesamt hat mit der Erstellung des Lärmaktionsplanes für alle Haupteisenbahnstrecken des Bundes begonnen. Ab sofort ist unter der Adresse www.laermaktionsplanung-schiene.de die Informationsplattform des Eisenbahn-Bundesamtes zur Lärmaktionsplanung im Internet erreichbar.

Im Rahmen dieser Lärmaktionsplanung wird am 30. Juni 2017 die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung beginnen. Bis zum 25. August 2017 hat die Öffentlichkeit dann die Gelegenheit, sich an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes zu beteiligen.

Ablauf der Öffentlichkeitsbeteiligung:

Die Öffentlichkeitsbeteiligung findet in zwei zeitlich getrennten Phasen statt. Das Eisenbahn-Bundesamt bietet hierzu eine Informations- und Beteiligungsplattform im Internet an, die über die folgende Adresse erreichbar ist: www.laermaktionsplanung-schiene.de. Alternativ hierzu können Beteiligungen auch per Post an die Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 601230 in 14412 Potsdam geschickt werden. Der vom Eisenbahn-Bundesamt hierfür vorbereitete Fragebogen kann vom 30. Juni 2017 an über die angegebene Internetadresse heruntergeladen oder postalisch über obenstehende Adresse angefordert werden. Die Informationsplattform zur Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes steht Ihnen ab sofort zur Verfügung. Die Anwendung zur aktiven Beteiligung wird jeweils rechtzeitig zum Start der Öffentlichkeitsbeteiligungsphasen zusätzlich zum Informationsangebot freigeschaltet.

Hintergründe und Inhalt der Öffentlichkeitsbeteiligung:

Unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt das Eisenbahn-Bundesamt alle fünf Jahre einen Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Ziel der Lärmaktionsplanung ist die Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen. Eine Haupteisenbahnstrecke ist ein Schienenweg mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 30.000 Zügen pro Jahr. Die gesetzlichen Regelungen finden sich in § 47 lit. a-f Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG).

Weitere Informationen und Fragen:

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter folgender Adresse: www.laermaktionsplanung-schiene.de. Fragen können Sie an das Eisenbahn-Bundesamt unter lap@eba.bund.de oder postalisch mit dem Stichwort „Lärmaktionsplanung“ an die Zentrale in Bonn richten.

Flyer_des_EBA_zur_LAP

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